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Review· 12. Juni 2026

Petals of Reincarnation im Zwischenfazit: Chaotischer Spaß oder verschenktes Potenzial?

von OtakuPulse Redaktion

Petals of Reincarnation im Zwischenfazit: Chaotischer Spaß oder verschenktes Potenzial?

Worum geht es?

Petals of Reincarnation erzählt die Geschichte von Touya Senji, einem jungen Mann, dem schlicht jedes Talent fehlt. Egal was er versucht – er bleibt mittelmäßig. Das ändert sich, als er auf Haito trifft: eine Kendo-Meisterin mit einer düsteren Gabe. Mit Hilfe des sogenannten Stem of Reincarnation kann sie auf die Fähigkeiten ihrer früheren Leben zurückgreifen – Genies wie Newton, Einstein oder Schrödinger. Der Haken: Sie muss sich dafür die eigene Kehle aufschneiden. Haitos Mission ist nichts Geringeres als der Schutz der Menschheit, und plötzlich steht Touya mittendrin in einer Welt voller übernatürlicher Kräfte, historischer Wiedergeborener und moralisch fragwürdiger Entscheidungen.

Die Vorlage ist ein Manga, und das Studio hinter der Adaption ist BENTEN Film. Zu sehen gibt es die Serie auf Bilibili und HIDIVE seit dem Frühling 2026 – insgesamt sind 13 Episoden geplant.

Das Talent-System: originell, aber unausgeschöpft

Der kreativste Aspekt von Petals of Reincarnation ist zweifellos sein Konzept: reinkarnierte historische Persönlichkeiten als Fähigkeitenquelle. Wenn eine Figur mit einem Katzenkopf auftaucht, weil sie die Seele Schrödingers in sich trägt, dann hat das einen sehr eigenen, schrägen Charme, den man der Serie nicht absprechen kann. In der Community werden da prompt Vergleiche zur Fate-Reihe gezogen – was als Kompliment zu werten ist.

Auch Touya selbst polarisiert auf eine interessante Art. Er ist kein strahlender Held, sondern ein moralisch fragwürdiger Außenseiter, dem das Team anfangs kein Vertrauen schenkt. Das ist für einen Battle-Shounen-Protagonisten ungewöhnlich und wird von Teilen der Fanbase ausdrücklich gelobt. Seine Diebstahl-Kraft klingt auf dem Papier faszinierend – in der Praxis sehen viele Fans aber leider eine verschenkte Chance: Die Fähigkeit kommt laut Community-Stimmen kaum zum Einsatz, obwohl das Potenzial enorm wäre.

Das sagt die Community

Der AniList-Score liegt aktuell bei 60 von 100 – und der spiegelt eine tief gespaltene Fangemeinde wider. Die Stimmung ist gemischt bis negativ, aber die Töne sind differenzierter als eine nackte Zahl vermuten lässt.

Der mit Abstand größte Kritikpunkt ist das Tempo. Manga-Leser berichten, dass die erste Episode massiv Inhalt überspringt – Material, das locker zwei Episoden gefüllt hätte. Figuren tauchen auf, ohne dass man Zeit hatte, sie kennenzulernen, Motivationen bleiben unklar, und die Serie verlässt sich darauf, Twists auf Twists zu stapeln statt Emotionen aufzubauen. Viele beschreiben es als

Pro & Contra

ProContra
Originelles Talent-System mit reinkarnierten historischen Figuren sorgt für echten WiedererkennungswertRasantes Tempo auf Kosten von Charakterentwicklung und emotionaler Tiefe
Action-Szenen sind überdurchschnittlich animiert, Budget sitzt an den richtigen StellenSchreibqualität schwankend: Twist-Kaskaden ohne klare Motivationen, Touyas Kernfähigkeit kaum genutzt
Touya als moralisch fragwürdiger Loser-Protagonist ist eine erfrischende AbwechslungVisuelle Inkonsistenz: stilisierte Hintergründe beißen sich mit flachen Charakterdesigns
Mut zu kontroversen Themen und aufeinanderprallenden IdeologienFür Fans kohärenter Storys oder werkgetreuer Manga-Adaptionen kaum geeignet

Auf einen Blick

TitelPetals of Reincarnation
StudioBENTEN Film, BENTEN Film
GenresAction, Supernatural
SeasonFrühling 2026
Episoden13
StreamingBilibili, HIDIVE
Community-Score60/100
OtakuPulse-Wertung5.5/10

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