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Editorial· 3. Juni 2026

APPP: Das Studio hinter Jojo-Legenden und dem wildesten Ecchi-Klassiker aller Zeiten

von OtakuPulse Redaktion

APPP: Das Studio hinter Jojo-Legenden und dem wildesten Ecchi-Klassiker aller Zeiten

Ein Studio, das Spuren hinterlässt

Wenn du schon länger in der Anime-Szene unterwegs bist, kennst du APPP vielleicht nicht beim Namen – aber du kennst mit Sicherheit ihre Werke. Das Studio hat zwar keine riesige Bibliothek, dafür aber einige der ikonischsten Titel überhaupt im Portfolio. Qualität statt Quantität, und das merkst du bei jedem Titel.

APPP hat sich vor allem durch OVA-Produktionen einen Namen gemacht – ein Format, das in den 90ern für maximale kreative Freiheit stand. Kein TV-Sendeplatz, kein Einheitsbrei: Die OVA-Ära war wild, mutig und oft glorreich over-the-top. Genau das spiegeln die wichtigsten Werke des Studios wider.

Die wichtigsten Werke im Überblick

  • JoJo's Bizarre Adventure – Bevor David Production die Reihe zur modernen Sakuga-Bibel gemacht hat, war es APPP, das den Joestar-Clan erstmals animiert hat. Die OVA-Adaption aus den 90ern konzentriert sich auf den Stardust-Crusaders-Arc und bringt Vampir-Horror, Supernatural-Wahnsinn und brutale Action auf den Bildschirm. Mit einer Bewertung von 73 % ist sie solide – und für Fans der ersten Stunde absolutes Pflichtprogramm. Der ganz eigene, raue Stil dieser Produktion hat bis heute Kultstatus.
  • GOLDEN BOY – Sechs Episoden. Kintaro Oe. Ein Fahrrad. Und mehr Chaos als du dir vorstellen kannst. Gemeinsam mit KSS hat APPP hier eine Comedy-Ecchi-Perle erschaffen, die mit 78 % zurecht gefeiert wird. Die episodische Struktur funktioniert perfekt: Jede Folge ein neuer Job, eine neue Frau, eine neue Lektion. Die Satire auf Arbeitswelt und Gesellschaft ist messerscharf – versteckt hinter einer Fassade aus purem Irrsinn. Sub oder Dub? Hier ist tatsächlich die englische Synchro legendär.

Stil und Stärken

Was APPP auszeichnet, ist ein unverkennbarer Hang zu starken, ausdrucksstarken Charakterdesigns. Gerade bei JoJo's Bizarre Adventure sieht man, wie nah das Studio am Manga-Original von Araki geblieben ist – muskulös, dramatisch, jede Pose ein Statement.

Dazu kommt ein Gespür für Timing, das besonders in GOLDEN BOY zum Tragen kommt. Comedy lebt von Rhythmus, und APPP trifft ihn fast immer.

Fazit

APPP ist kein Studio, das du für endlose Saisonlisten auf dem Schirm hast – aber wenn du die 90er-OVA-Ära liebst, führt kein Weg daran vorbei. Zwei Kultklassiker, zwei völlig unterschiedliche Genres, eine klare Handschrift. Das ist mehr, als viele größere Studios je hinbekommen.

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